Vom Spaziergang zur App: Wie abokompass entstand
abokompass begann nicht mit einem Businessplan oder einer Marktanalyse. Es begann mit einem Gespräch beim Spaziergang — und der Frage, warum es eigentlich so schwer ist, den Überblick über die eigenen Abos zu behalten.
Die Abo-Falle im Alltag
Wir hatten den Überblick verloren. Netflix, Spotify, die Krankenkasse, das Handyabo, Adobe, zwei Streaming-Dienste die wir nie nutzen — alles irgendwo, nirgends zusammen. Jeden Monat flossen Beträge ab, deren Höhe wir nur ungefähr kannten. Kündigungsfristen? Keine Ahnung.
Das ist kein Einzelfall. Schweizer Haushalte haben im Schnitt über ein Dutzend aktive Abonnements — von Mobilfunk über Streaming bis zu Software. Die wenigsten wissen genau, was sie jährlich dafür zahlen. Und noch weniger wissen, wann welches Abo kündbar wäre.
«Wir müssten eigentlich mal alle Abos zusammensuchen und aufschreiben.» — Ein Satz, den wahrscheinlich jeder schon mal gesagt hat. Und dann nichts gemacht hat.
Der Moment, in dem die Idee entstand
Beim Spaziergang wurde aus diesem Gespräch eine Frage: Warum gibt es das eigentlich nicht — ein einfaches Tool, das alle Abos an einem Ort verwaltet, Kündigungsfristen im Blick behält und zeigt, was man wirklich bezahlt?
Es gibt Budget-Apps, die Bankkonten anbinden. Aber wer möchte schon seine Bankdaten mit einer App teilen, nur um Abos zu erfassen? Und es gibt Tabellen in Excel — aber die pflegt niemand konsequent.
Was fehlte: eine einfache, datenschutzkonforme Abo-Verwaltung für die Schweiz. Ohne Bankanbindung. Ohne Schnickschnack. Mit Fokus auf das, was wirklich nervt: vergessene Kündigungsfristen und unbemerkte Preiserhöhungen.
Bauen ohne zu programmieren — präzises Denken als Werkzeug
Ich bin Projektleiter, kein Entwickler. Ich schreibe kein PHP, kein JavaScript. Was ich kann: Probleme sauber durchdenken, Anforderungen präzise formulieren und Strukturen entwerfen.
Mit KI-Unterstützung — konkret mit Claude Code — wurde genau das zur entscheidenden Fähigkeit. Die Frage «Wie programmiere ich das?» wurde zur Frage «Was genau will ich erreichen, und warum?». Wer ein Problem klar beschreiben kann, wer Datenflüsse und Logik durchdenkt bevor er tippt, der kann heute Software bauen — auch ohne Programmierkenntnisse.
Der eigentliche Flaschenhals beim Bauen mit KI ist nicht die Technologie — es ist die Klarheit im eigenen Kopf. Wer präzise formuliert, kommt schnell voran. Wer vage bleibt, dreht Runden.
Was abokompass heute kann
Aus dem Spaziergang-Gespräch wurde eine echte App — gebaut für die Schweiz, gehostet in der Schweiz, ohne Bankanbindung und ohne Datenweitergabe.
abokompass verwaltet alle Abos an einem Ort: von Netflix und Spotify über Swisscom und Salt bis zur Krankenkasse und Serafe. Es zeigt, was du monatlich und jährlich bezahlst, erinnert dich rechtzeitig vor jeder Kündigungsfrist per E-Mail, trackt Preisentwicklungen — und lässt sich mit Familie, WG oder kleinen Teams teilen.
Die erste Version von abokompass hat mich mehr an KI-Kosten gekostet als ich je an Abos eingespart hätte. Aber darum geht es nicht — es geht darum, ein Problem zu lösen, das mich wirklich nervt. Und das tut abokompass.
Warum «Kompass»?
Ein Kompass zeigt dir, wo du stehst und in welche Richtung du gehst. Genau das tut abokompass mit deinen Abos: Es gibt dir Orientierung in einem Bereich, der für die meisten ein blinder Fleck ist. Nicht durch Komplexität — sondern durch Klarheit.
Und ja, der Name hat nichts mit dschungelkompass.ch zu tun — die helfen dir, das günstigste Handy-Abo zu finden. abokompass übernimmt danach: Wenn du das Abo abgeschlossen hast, hilft abokompass dir, es — und alle anderen — nicht aus den Augen zu verlieren.
Noch in der Beta
abokompass ist aktuell in der öffentlichen Beta. Das heisst: Es funktioniert, es wird täglich genutzt — und es wird laufend weiterentwickelt. Wer früh dabei ist, prägt mit, wohin sich das Produkt entwickelt.
Die Abo-Falle ist real. Die Lösung ist einfach. Und sie begann mit einem Spaziergang.
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